Mrs.Goldesel
GOLDESEL BLOG

Konsumgier – überall!

Mit wenig Knete, u. a. durch eine monatliche Tilgungsrate von 15% für‘s Eigenheim, dem immer präsenten Konsumrausch und den alljährlichen Urlauben in Florida, lebten wir weiter vor uns hin.

Hier ein neues Auto, da ein neuer Fernseher. Und einmal im Jahr eine Komplett-Shopping-Ausrastung im Florida Urlaub. Die Freigrenze von 430€ hatte ich meist schon im ersten Geschäft geknackt. Was ich tatsächlich alles gekauft hatte, konnte ich nach drei Tagen Shopping nicht mehr überblicken. Selbst heute habe ich noch Schuhe im Schrank, die ungetragen sind.

Wieder zu Hause angekommen stürzten wir uns in die Arbeit. Jahr für Jahr. Zählten die Wochen, Tage und Stunden bis zum nächsten Urlaub. 

Irgendwann wurde mir klar, dass wir schwer abhängig waren. Und zwar von unserem Job und dessen Einkommen. Denn für diese Art von Leben MUSST du arbeiten gehen. Wir hatten keine andere Wahl. Denn von Luft und Liebe kann man so ein Leben nicht finanzieren. Das Hamsterrad hatte uns demnach erreicht bzw. wir hatten uns selbst reinmanövriert.

Wir hielten etliche Jahre durch. Es hatte sich rückblickend betrachtet eine sehr kranke Routine eingespielt….in unserem Hamsterrad… äh Leben. 

Der Kreislauf 

– Arbeiten gehen
– das verdiente Geld ausgeben
– wieder Arbeiten gehen…
– das verdiente Geld ausgeben 

hatte uns im Griff. 

Nach den Sternen hätten wir so nie greifen können. Wir betäubten uns lieber. Mit unserem Urlaub, dem Shopping und einem teuren Eigenheim. 

Florida wurde trotz der skurrilen Art von Urlaub zu einer wichtigen Säule. Denn trotz Shoppingwahn tankten wir Kraft und fühlten uns rundum wohl. 

Neben meinem Hamsterrad….äh Hauptjob…hatte ich viele Jahre weitere Jobs. Einen auf 450€ Basis und den zweiten auf Steuerklasse 6. Denn wenn ich eins kann, dann arbeiten. Und unser Leben kostete halt. 

Und dann änderte sich plötzlich alles. Mein Herz meldete sich zu Wort und flüsterte mir leise A M R U M ins Ohr. Und eine zweite Stimme tauchte auf…die vom @investmentpunk

Wie meine Erfolgsgeschichte begann!

Im Jahr 2009 waren mein Mann und ich zu einer Hochzeit in Florida eingeladen. Bis zu diesem Zeitpunkt war eine Fernreise für mich noch undenkbar. Finanziell betrachtet und in meiner Vorstellungskraft.

Ich war 30 Jahre alt. Seit 12 Jahren fest angestellt bei der Stadt Hamburg. Hatte ein solides Einkommen von etwa 2000€ netto. Aber…..ich war KONSUMENTIN und kam vom Dorf. Dorfkind & Florida?! Äh ne. Matched irgendwie nicht, dachte ich. Geld war am Monatsende nie übrig. Und immer wenn der 1. war und frisches Gehalt einging, startete meine Konsumgier von vorne. Shoppen bis der Dispo glüht.

Ein 2-wöchiger Urlaub nach Florida, auf den wir monatelang sparen mussten, war fantastisch. Florida ließ uns seitdem nicht mehr los, so dass wir fortan jedes Jahr dort hinfliegen wollten. Mussten? Ja, eher mussten. Unser Herz drängte uns.

NACH dem Urlaub war immer auch VOR dem Urlaub. Und die extrem unbequemen Langstreckenflüge in der Holzklasse ein echter Wermutstropfen. Auch die Sparphasen und der Verzicht aufgrund des teuren Spaßes waren unschöne Begleiter. Der Urlaub an sich hingegen ein echtes Highlight. Aber die alljährlichen Strapazen und Einschränkungen für 4 Wochen Spaß im Jahr waren tatsächlich echt anstrengend und weit weit weg von unserer Komfortzone. Zudem war irgendwas nicht in Balance, dachte ich mir. 🧐

Aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich weder einen Schimmer von Balance, noch dem sinnvollen Umgang mit Geld. Und vom Investieren erstrecht nicht. 

Zusammengefasst freuten wir uns ab diesem Zeitpunkt jedes Jahr auf Florida, aber der Weg dorthin war weder geprägt von Leichtigkeit…noch fühlten wir uns unabhängig. 

Im Jahr 2013 wollte mein Mann seinen 35 Geburtstag feiern. Gefeiert werden sollte…ihr ahnt es sicher schon…in Florida. 🥳

25 Leute (unsere damaligen BestBuddies) wurden eingeladen, 1 – 2 Wochen mit uns zu feiern. Dafür mieteten wir 2Villen in #fortmyersbeach an. Fast alle sagten zu, so dass wir im September 2013 mit 19 Leuten eine aufregende Zeit in Florida verbrachten. Die Sause in Florida kostete uns 14.000€. Wir sparten dafür 2 Jahre lang im Voraus an und auch danach mussten wir uns noch ne lange Zeit extrem zusammenreißen. 

Ich erinnere mich, dass wir monatelang nicht mehr in Hamburg essen gingen….denn die Knete fehlte einfach.

Fortsetzung folgt!